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Fundstücke und Informationen

An dieser Stelle möchte ich auf einen Blogartikel meines Kollegen Igor Plotkin verweisen, der sich mit dem Einsatz von Dolmetschern und Übersetzern im juristischen Bereich befasst und auf die Probleme beim Einsatz von Laien (also nicht ermächtigten Übersetzern bzw. beeidigten Dolmetschern) verweist:

Money Makes the World Go Round: Wie schnell aus einem Anwalt ein Fußballspieler wird, wenn das Geld für korrekte Übersetzungen knapp ist

2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetz (2. KostRMoG)

Das JVEG trat zum 01.08.2013 in geänderter Form in Kraft. Eine detaillierte Übersicht ist im Download-Bereich abrufbar.

Hier eine kurze, jedoch nicht vollständige Übersicht:

altneu
Dolmetscherhonorar
55 EUR je Stunde
Dolmetscherhonorar 70 EUR je
Stunde und, wenn ausdrücklich für
simultanes Dolmetschen heran-
gezogen wurde, 75 EUR; maßgeblich
ist die im Voraus mitgeteilte Art des
Dolmetschens
Ausfallentschädigung
höchstens 55 EUR
Ausfallentschädigung wird bis zu
einem Betrag gewährt, der dem
Honorar für zwei Stunden entspricht
(140 bzw. 150 EUR – je nach zuvor mitgeteilter Art des Dolmetschens)
Übersetzerhonorar
1,25 EUR, bei erheblich
erschwerter Übersetzung,
insbesondere wegen der Verwendung von Fachausdrücken oder wegen schwerer Lesbarkeit des Textes 1,85 EUR, bei außergewöhnlich schwierigen Texten 4 EUR
1,55 EUR für jeweils angefangene 55 Anschläge des schriftlichen Textes, (Grundhonorar). Bei nicht elektro-
nisch zur Verfügung gestellten
editierbaren Texten 1,75 EUR
(erhöhtes Honorar);
Bei häufiger Verwendung von Fachausdrücken, mehreren beinhalteten Fachgebieten, schwerer
Lesbarkeit des Textes, besonderer Eilbedürftigkeit oder bei einer in
Deutschland selten vorkommen-
den Fremdsprache 1,85 EUR
Grundhonorar, 2,05 EUR
erhöhtes Honorar.
Besondere Vergütung – max. das
Eineinhalbfache des nach
§§ 9 bis 11 zulässigen Honorars
max. das Doppelte des nach §§ 9 bis 11 zulässigen Honorars, wenn sich die Parteien oder Beteiligten dem Gericht gegenüber mit einer bestimmten oder einer von der gesetzlichen Regelung abweichenden Vergütung einverstanden erklärt haben.
§ 8a „Wegfall oder Beschränkung des Vergütungsanspruchs“

Sind die beauftragten Texte nicht editierbar (auch PDF-Dateien sind nicht editierbar; editierbar sind nur Dateien, in denen der Text sofort mit der Übersetzung überschrieben werden kann, also doc, docx, xls, xlsx und ähnliche Formate), ist immer das erhöhte Honorar in Rechnung zu stellen.
Juristische Texte beinhalten per se Fachausdrücke. Deshalb ist es wichtig, dass immer (!) der erhöhte Satz von 1,85/2,05 EUR in Rechnung gestellt wird.

Weiterhin sollten Dolmetscher darauf achten, für welche Art des Dolmetschens geladen wird. Bei Ladung für konsekutives Dolmetschen sollte auch nur konsekutiv gedolmetscht werden, für simultan werden wir nicht bezahlt. Das verlängert zwar die Verfahrensdauer, aber hier hilft es, mit dem Richter zu reden und ihm die Übersicht über die Dolmetscharten (zu finden im Downloadbereich) vorzulegen.

Ein Musterdokument zur Begründung des erhöhten Satzes kann im Downloadbereich heruntergelanden werden: http://www.rechtstexte.info/files/Bilder/17467_Erschwernis-laut-JVEG.docx

Verweis auf Kollegennetzwerke:

www.online-freelancer.org

www.bdue.de

www.adue-nord.de

www.aticom.de